Wir machen Betriebsferien

Lieber Geschäftspartner,

in der Zeit vom 24.12.2014 bis einschließlich 02.01.2015 haben wir geschlossen. Bitte beachten Sie, dass in diesem Zeitraum keine E-Mails oder sonstige Anfragen bearbeitet werden können.
Ab dem 05.01.2015 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da.

Angegebene Fixtermine in Angeboten behalten Ihre Gültigkeit. Bei relativen Angaben (z.b.: Lieferzeit: ca. 1 Woche) verschieben sich die Termine entsprechend.

Wir wünschen Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Kollegen schon jetzt ein schönes Weihnachtsfest - und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2015.

INnUP Ideenbox

Mai 2012

drupa Spezial

Sonderausgabe der INnUP Ideenbox

 

Eine spezielle Ausgabe der INnUP Ideenbox

Die drupa

Seit 1951 findet, in den letzten Jahrzehnten alle 4 Jahre, die größte Druckmesse der Welt in Düsseldorf statt. Die drupa 2012(Kurzform für Druck und Papier) stellte auf über 150.000 Quadratmetern zahlreiche Innovationen, Trends und Neuerungen der Druckbranche vor. Unter dem Motto „one world- one drupa“ präsentierten zahlreiche Hersteller und Anbieter auch 2012 ihre Konzepte, Lösungen und Techniken für die Zukunft des industriellen Drucks.


Themen auf der drupa 2012

Um die Informationen zu den neusten Errungenschaften, Weiterentwicklungen und Technologien sowie Material für wichtige Themen zu sammeln, hat sich unser Berater-Team auf die drupa 2012 begeben und möchte Ihnen hier einen kurzen Einblick in die unserer Ansicht nach relevantesten Themen gewähren.


Produktivität

Wie es nicht anders zu erwarten war, drehte sich auch auf dieser drupa vieles um die Steigerung der Produktivität in einzelnen Druckverfahren. Die klassische Maßzahl ist hierbei das Verhältnis der produzierten Druck-Seiten zur Maschinenlaufzeit in Stunden. Während es vor Jahren gar nicht unüblich war, dass ein Motivwechsel mit oder ohne gleichzeitiger Änderung des Bedruckstoffes (meist Papier) bis zu einer Stunde in Anspruch genommen hat, ist es mittlerweile möglich, einen Plattenwechsel an einer Offsetdruckmaschine innerhalb kürzester Zeit zu verwirklichen, teilweise sogar ohne Stillstand der Maschine. Um dies der Öffentlichkeit zu präsentieren, wurde auf der drupa zur Demonstrierung ein kompletter Motiv- & Materialwechsel auf einer großformatigen Rollenoffset-Maschine in knapp 6 min vollzogen, ohne dabei die Maschine zu stoppen. Die Steigerungen an Produktivität seit der letzten drupa liegen gerade im Großauflagenbereich in den klassischen Drucktechniken wie dem Offset-, Sieb- oder Flexodruck bei von uns empfundenen 30 % bis teilweise 50 %.


Nachhaltigkeit

Ein weiteres Thema von herausragender Präsenz war die Nachhaltigkeit der Betriebsprozesse und Erzeugnisse der Branche. Es wurden verschiedenste Verfahren und sinnvolle Recyclinglösungen für das aktuell verwendete Papier vorgestellt und darüber hinaus Fortschritte im anwendungsbezogenen Bereich Recycling präsentiert. Als kleines Beispiel lässt sich hier das Deinking erwähnen, das ein Verfahren ist, bei dem die gedruckte Tinte gezielt vom Trägerpapier gelöst wird und somit einen umweltfreundlichen Recyclingprozess der Papiere und Kunststoffe ermöglicht. Auch das nachhaltige Handeln der Druckereien wurde mit einem Schwerpunkt auf den CO2 Ausgleich der Produktionen thematisiert. Ein sehr auffälliges Beispiel für die Aufmerksamkeit, den das Thema in der Druckindustrie genießt, bot Heidelberg als der größte Aussteller auf der drupa. Jede Heidelberg Druckmaschine, deren Kauf durch den Partner Société Générale finanziert wird, hat eine kostenfreie CO2-Kompensation hinzu erhalten. Walter Salm, Senior Manager Financial Services bei Heidelberg sagte: „Damit ergibt sich für unsere Kunden ein großer Vorteil bei der Finanzierung über die Société Générale.“


Digitalisierung

Der dritte große Aspekt ist die fortschreitende Digitalisierung des Drucks, der uns bereits dramatisch erscheint, eigentlich aber noch in den Kinderschuhen steckt. Aus diesem Grund können Sie im folgenden Artikel einen Einblick in die nächste Stufe der digitalen Revolution in der Druckbranche gewinnen.

Entwicklung des Digitalprints

Unser Highlight auf der drupa 2012 - Digitaldruck 2.0

Der Stand, der den Grossteil unserer Faszination auf sich gezogen hat, war der des israelischen Druckmaschinenherstellers landa. Dieser präsentierte mit seiner „Nanographie“ eine neue Stufe im Zeitalter des Digitaldrucks. Bereits 2008 gab es im Digitaldrucksegment dramatische Entwicklungen, die der damaligen drupa den Spitznamen Inkjet-drupa einhandelten. Die aktuelle drupa konkurrierte, vor allem durch Neuerungen wie die, die landa präsentierte, um diesen Spitznamen.

In den letzten zwanzig Jahren ist die Anzahl der digital gedruckten Seiten global angestiegen und besonders in den letzten Jahren lassen sich immer steilere Zunahmen verzeichnen. Dass es sich bei den derzeitigen digital gedruckten Seiten in der Gesamtzahl von einer Billionen Seiten um gerade einmal 2% des Gesamt-Druckmarkts handelt, lässt erahnen, welches Potential der digitale Druck in Zukunft noch ausschöpfen könnte.

Benny Lander

 

Benny Landa, bekannt geworden als der Erfinder der revolutionären und weitverbreiteten Digitaldruckmaschine Indigo, ist ein Vorreiter auf dem Gebiet und präsentierte mit der Nanographie eine revolutionäre Technik, die es zum einen ermöglicht, die Produktionsprozesse deutlich zu vereinfachen und zum anderen dramatisch effizienteren und qualitativ hochwertigeren Digitaldruck herzustellen. Die neue Technik bietet zahlreiche Features, die den Alltag eines Druckers erheblich erleichtern können.


Die Technik

Das leistungsstärkste Modell der neuen Landatechnologie druckt bis zu 12.000 Bögen je Stunde und reicht damit an die Geschwindigkeit moderner Bogenoffsetmaschinen heran, ohne jedoch einen Plattenwechsel bei Motivwechseln zu benötigen. Die 12.000 Bögen würden auch erreicht, wenn jeder Bogen ein komplett eigenes Motiv hätte.

Der Druck erfolgt mit bis zu acht Farben. Damit erreicht landa ein dem cmyk-Farbraum deutlich überlegenes Farbspektrum. Der digitale Druck von Schmuck- und Sonderfarben und das Erreichen der RGB-Farbraum-Tiefe im Druck wird so Realität.

Gleichzeitig ist die Bedienung den klassischen Drucktechniken gegenüber dramatisch vereinfacht: War es bisher üblich, dass jede Offsetdruckmaschine einen direkten Bediener an der Maschine benötigte, können bis zu vier landa-Maschinen bequem von nur einem Verantwortlichen bedient werden. Dieser kann dazu entweder direkte Einstellungen an den drei Meter großen, wie überdimensionierte iPhones anmutenden Touchscreens tätigen oder die Maschinen über einen separaten und handlichen Tablet-PC mit entsprechender Software bedienen.


Eine neue Druckfarbe

Die hauseigene NanoInk Druckfarbe besteht aus Pigmentpartikeln, deren Größe im zweistelligen Nanobereich liegt. Ein Nanometer ist in etwa 100.000-mal dünner als ein menschliches Haar. Durch die außerordentliche Fähigkeit zur Lichtabsorption kann die Nanoink somit eine bisher unerreichte Bildqualität erzeugen. Damit die wasserbasierte Nanoink zielsicher auf dem handelsüblichen Papier landen kann, wird diese erhitzt, so dass Milliarden von kleinsten Tröpfchen auf ein Gummiband ausgestoßen werden. Diese ergeben dann nach dem Verdampfen des Wassers eine Polymerschicht, die um das fertige Bild herzustellen auf den gewünschten Träger gedruckt wird. Die Polymerschicht ist extrem dünn und gerade einmal halb so dick wie bei herkömmlichen Offsetdruckbildern, die den bisher dünnsten Farbauftrag aller Drucktechniken brachten.

landa-nanographic

Ein weiterer Vorteil ist, dass die unmittelbare Weiterverarbeitung (Stanzen, Schneiden, Falzen) durch die sofortige Trocknung des Drucks mit dem Nanoink-Verfahren möglich ist.

Noch hat das Unternehmen an letzten Kinderkrankheiten zu arbeiten (insbesondere Streifigkeit des Drucks ist uns aufgefallen) und plant mit einem Marktgang Ende 2013. Die neue Nanotechnologie wird sowohl als Bogendruck- wie auch als Rollendrucktechnik angeboten.

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