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Leuchtfarben im Druck: Beeindruckende Effekte für maximale Wirkung

Der Einsatz von Leuchtfarben im Druck

Es gibt immer wieder Situationen, in denen ein Druckprodukt mit besonderer Signalwirkung benötigt wird oder dieses unter schwierigen Lichtverhältnissen noch zur Geltung kommen soll.

Schnell fällt dann der Begriff "Leuchtfarbe". Aber was verbirgt sich dahinter? Welche unterschiedlichen technischen Varianten gibt es und welche verschiedenen Anwendungen lassen sich mit all diesen Leuchtfarben umsetzen? Gibt es besondere Gestaltungsanforderungen oder Design-Tipps für die Ersteller solcher Druckprodukte?

In diesem Kontext möchten wir die verschiedenen Arten von Leuchtfarben differenzieren: Fluoreszenzfarben, Neonfarben, Tagesleuchtfarben, Schwarzlichtfarben, phosphoreszierende Farben und Nachleuchtfarben. Einige dieser Begriffe sind Synonyme, während andere ähnliche oder unterschiedliche Effekte beschreiben. Grundsätzlich beruhen sie auf zwei verschiedenen chemischen Vorgängen, die als Formen der Lumineszenz bekannt sind:

  • Phosphoreszenz: Der Prozess, bei dem Materialien Licht absorbieren und dann langsam wieder abgeben.
  • Fluoreszenz: Der Prozess, bei dem Materialien Licht absorbieren und dann sofort in einer anderen Wellenlänge wieder abgeben.

Im Folgenden werden wir diese Effekte voneinander abgrenzen und einige Anwendungen sowie Designrichtlinien und -tipps beschreiben, die speziell für die Erstellung solcher Druckprodukte relevant sind.

Warum Leuchtfarben?

Warum ist der Einsatz von Leuchtfarben so wirkungsvoll und daher häufig eine geeignete Option?

Grundsätzlich ist der Druck mit Leuchtfarben eine äußerst auffällige Option für kreative und wirkungsvolle Designs. Leuchtfarben fallen sofort ins Auge und erzeugen unmittelbare Sinneseindrücke beim Betrachter, transportieren Emotionen und können zur Verkaufsförderung genutzt werden. Die meist unbewussten Emotionen lassen sich durch gezielten Einsatz von Leuchtfarben verstärken. Wenn die wichtigsten Informationen im Design entsprechend angelegt und mit einer Leuchtfarbe produziert werden, entsteht ein echter Blickfang.

  • Leuchtfarben bieten eine Vielzahl abgrenzbarer Anwendungen:
    • Auffällige Warnhinweise und Sicherheitsinformationen für Produkte
    • Verwendung als fälschungssichere Druckfarben mit einzigartigen fluoreszierenden Effekten
    • Kreative Gestaltungsmöglichkeiten und Blickfang in Postern, Karten, Flyern oder Aufklebern
    • Hervorhebung von wichtigen Details in Werbematerialien
    • Markante Kennzeichnung von Sonderangeboten oder Rabattaktionen
    • Einzigartige visuelle Effekte für Messestände und Veranstaltungen
    • Maximale Sichtbarkeit von wichtigen Botschaften in dunklen Umgebungen

Da Leuchtfarben nicht so lichtecht wie normale Druckfarben sind, empfehlen wir, langlebige Anwendungen nur im Innenbereich mit Leuchtfarben zu planen. Außen-Anwendungen sollten eher kurz- oder mittelfristiger Natur sein.
Ideal für den Einsatz von Leuchtfarben sind auch gedruckte Sicherheitshinweise, die eine hohe Signalwirkung erzielen sollen, oder fälschungssichere Produkte.

Welche Leuchtfarben gibt es im Druck?

Neonfarben oder Tagesleuchtfarben:
Farbige Pigmente, meist Gelb, Orange, Pink, aber auch Blau und Grün, werden mit Fluoreszenzpigmenten gemischt. Wenn sichtbares Licht auf die Farbe fällt, sieht man das entsprechende Farbpigment. Wenn zusätzlich UV-Licht darauf fällt, wandelt das Fluoreszenzpigment das für das menschliche Auge unsichtbare UV-Licht in sichtbares Licht um. Dadurch "leuchtet" die Farbe im Tageslicht und wird zur Tagesleuchtfarbe.

UV-Farbe oder Schwarzlichtfarbe:
Meist wird sie als Schwarzlichtlack verwendet und funktioniert ähnlich wie die Neonfarbe, jedoch ohne das Farbpigment. Der Schwarzlichtlack ist (quasi) unsichtbar, bis UV-Licht darauf fällt. Wiederum sorgt das Fluoreszenzpigment (siehe bei Neonfarben) dafür, dass das für uns unsichtbare UV-Licht in für uns sichtbares Licht umgewandelt wird. Der Lack leuchtet dann. Und zwar genau so lange, wie er mit UV-Licht bestrahlt wird.

Phosphoreszenzfarbe oder Nachleuchtfarbe:
Phosphoreszenzfarbe speichert die Energie bei Beleuchtung und gibt sie nach und nach als sichtbares Licht wieder ab. Dies erzeugt den klassischen Glow-in-the-Dark-Effekt.

Neon- oder Tagesleuchtfarben (Fluoreszenz)

Es gibt eine Vielzahl von Neonfarben mit unterschiedlichen Leuchtintensitäten, die für Printprodukte genutzt werden können. Pantone und andere Hersteller bieten Neonfarben in verschiedenen Grundtönen an, die sich untereinander und mit konventionellen Farben mischen lassen. Besonders gelbe, orangene und rote Neonfarben erzeugen eine erhöhte Leuchtkraft und Signalwirkung. Grüne Pigmente haben eine durchschnittliche Leuchtkraft und blaue Pigmente die geringste Effektivität.

Neonfarben können das für das menschliche Auge unsichtbare Spektrum sichtbar machen und sind daher auch für einen außergewöhnlichen Vierfarbdruck interessant. Es gibt die Möglichkeit, die Leuchtfarben komplett gegen CMYK-Farben auszutauschen oder die fluoreszierenden Farben mit den Skalenfarben zu mischen, um einzigartige Printprodukte mit ausgefallenen Effekten zu erzielen.

Tagesleuchtfarben besitzen die Eigenschaften normaler Druckfarben mit zusätzlichen Leuchteigenschaften. Unter normalem Tageslicht erzeugen sie einen leuchtenden Eindruck. Dieser Effekt wird durch spezielle Pigmente erzielt, die jedoch geringere Echtheitseigenschaften als konventionelle Pigmente aufweisen. Daher ist der Tagesleucht-Effekt zeitlich begrenzt und die Drucke sollten nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Zusätzliche Veredelungen können zu Farbtonveränderungen führen.

Schwarzlichtlacke (Fluoreszenz)

Schwarzlichtlacke sind unter normalem Licht nahezu unsichtbar. Unter UV-Licht (Schwarzlicht) hingegen leuchten sie. Diese Lacke enthalten keine Farbpigmente, sondern basieren auf fluoreszierenden Effekten.

Der Schwarzlichtlack wird meist als zusätzliche Schicht über dem Motiv-Druck aufgetragen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Unter normalem Tageslicht oder Kunstlicht bleibt der Lack unsichtbar. Erst wenn UV-Licht auf die bedruckte Oberfläche fällt, beginnt der Lack sichtbar zu leuchten. Dies erzeugt einen faszinierenden und geheimnisvollen Effekt.

Die Verwendung von Schwarzlichtlacken bietet eine Vielzahl kreativer Gestaltungsmöglichkeiten. Sie können in Bereichen wie Eventeinladungen, Plakaten, Bühnendekorationen, Schwarzlicht-Theaterstücken und anderen Druckprodukten eingesetzt werden, um einen einzigartigen und magischen Effekt zu erzeugen.

Es ist ratsam, vor dem Druck mit Schwarzlichtlacken einen Probedruck durchzuführen, um sicherzustellen, dass der gewünschte Effekt erreicht wird. Zudem sollte bei der Lagerung darauf geachtet werden, dass die bedruckten Materialien nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden, da dies die Leuchtkraft des Lackes beeinträchtigen kann.

Mit Schwarzlichtlacken lassen sich beeindruckende und unvergessliche Druckprodukte gestalten, die in einer Schwarzlichtumgebung zum Leben erweckt werden. Der kreative Einsatz dieser Lacke kann dazu beitragen, eine außergewöhnliche und eindrucksvolle visuelle Wirkung zu erzielen.
Bitte beachten Sie, dass Schwarzlichtlacke nicht lichtecht sind und damit langfristige Außenanwendungen in Frage zu stellen sind.

Nachleuchtfarben (Phosphoreszenz)

Phosphoreszenzfarben, auch bekannt als Nachleuchtfarben, sind spezielle Druckfarben, die Licht absorbieren und es über einen längeren Zeitraum hinweg langsam wieder abgeben. Dieser Effekt entsteht durch phosphoreszierende Pigmente, die in den Farben enthalten sind.

Phosphoreszenzfarben zeichnen sich durch ihre Fähigkeit aus, im Dunkeln zu leuchten, nachdem sie zuvor Lichtenergie absorbiert haben. Wenn die bedruckte Fläche dem Licht ausgesetzt wird, wird die Energie gespeichert. Sobald das Licht ausgeschaltet ist, erkennt man das Leuchten der Farbe und den faszinierenden Nachglüheffekt.

Die Verwendung von Phosphoreszenzfarben ermöglicht kreative Gestaltungsmöglichkeiten für Druckprodukte. Sie eignen sich besonders für Anwendungen, bei denen eine hervorragende Sichtbarkeit bei Dunkelheit erforderlich ist, wie zum Beispiel in Notausgangsbeschilderungen, Nachtmarkierungen, Sicherheitskennzeichnungen oder dekorativen Elementen für Kinderzimmer.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Helligkeit und Dauer des Nachglühens von Phosphoreszenzfarben von verschiedenen Faktoren wie der Lichteinstrahlungsdauer und -intensität abhängen können. Die besten Ergebnisse erzielt man, indem man die Farben einer ausreichenden Lichteinwirkung aussetzt, bevor man sie im Dunkeln betrachtet. Bei der Einsatzplanung sollten Sie also bedenken, dass der Nachleuchteffekt immer mehr abnimmt, je länger die Aufladung durch Lichteinstrahlung her ist.

Beim Einsatz von Phosphoreszenzfarben ist es evtl. je nach Motiv empfehlenswert, vor dem Druck Probedrucke durchzuführen, um sicherzustellen, dass der gewünschte Nachleuchteffekt erzielt wird.

Mit Phosphoreszenzfarben können fesselnde und magische Druckprodukte geschaffen werden, die auch nachts oder in abgedunkelten Umgebungen sichtbar bleiben und eine besondere Atmosphäre schaffen.

Bedruckstoffe

Leuchtfarben können auf einer Vielzahl von Bedruckstoffen eingesetzt werden, um ihre leuchtenden Effekte zur Geltung zu bringen. Dennoch gibt es einige Bedruckstoffe, die sich besonders gut für den Einsatz von Leuchtfarben eignen.

Helle oder weiße Materialien:
Leuchtfarben kommen auf helleren oder weißen Papieren und Folien am besten zur Geltung. Diese Materialien reflektieren das Licht und verstärken den leuchtenden Effekt der Farben. Matte oder leicht strukturierte Oberflächen können ebenfalls eine gute Wahl sein, da sie das Licht gleichmäßig verteilen und so den Leuchteffekt verstärken können.

Transparente oder transluzente Materialien:
Leuchtfarben können auch auf transparenten oder transluzenten Materialien, wie beispielsweise transparenten Kunststofffolien oder Acrylglas, eingesetzt werden. Diese Materialien ermöglichen, dass das Licht durch den Bedruckstoff scheint und so die leuchtenden Effekte verstärkt werden.

Dunkle oder farbige Materialien:
Beim Druck von Leuchtfarben auf dunkle Materialien empfiehlt sich der Vordruck mit Deckweiß an all jenen Stellen, die dann mit Leuchtfarbe bedruckt werden sollen. Bei der Verwendung von dunklen Materialien in Kombination mit Leuchtfarben ist es wichtig, dass die weiße Unterlage und die Leuchtfarben gut aufeinander abgestimmt sind. Es ist ratsam, Probedrucke durchzuführen, um sicherzustellen, dass die Leuchtfarben auf der dunklen Oberfläche ausreichend leuchten und der gewünschte Effekt erzielt wird. Dennoch kann der Kontrast zwischen den leuchtenden Farben und dem dunklen Hintergrund eine beeindruckende visuelle Wirkung erzeugen.

Sonderfall Reflex-Materialien:
Obwohl Reflexmaterialien natürlich nicht als Leuchtfarben klassifiziert werden, können Sie mit ihnen ähnliche Effekte erzielen. Insbesondere bei bestimmten Anwendungen von Leuchtfarben können Reflexmaterialien und partielle Weißabdeckungen genau die gewünschten Ergebnisse liefern. Ein Überdruck mit lasierenden Prozessfarben erlaubt zusätzlich das gezielte Einfärben der Reflexfolie. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie diese beeindruckenden Effekte erzielen können, sprechen Sie uns gerne an.

Design-Tipps für den Einsatz von Leucht-Farben im Druck

Um die besten visuellen Ergebnisse mit Leuchtfarben zu erzielen, empfehlen wir den Druck auf reinweißem Papier, da gebrochenes Weiß oder gelblichweiße Töne die gewünschte Leuchtkraft verringern können. Ein Flächendruck erhöht die Sichtbarkeit und lenkt die Aufmerksamkeit auf integrierte weiße Elemente oder Logos. Wenn diese Elemente in Leuchtfarben gedruckt werden sollen, empfehlen wir fette Schriften mit großen Punktgrößen.

Für viel Fließtext ist ein dunkler Farbton als Kontrast für eine bessere Lesbarkeit ideal und verleiht dem Design mehr Tiefe. Großflächige Designs können auch mit nur einer Leuchtfarbe umgesetzt werden, abhängig vom Produkt. Bei Verwendung in Kombination mit CMYK-Farben sollte die ausgewählte Leuchtfarbe sorgfältig gewählt und passend zum Gesamtbild sein.

Wir raten grundsätzlich von feinen Linien und hauchdünnen Piktogrammen ab, da das menschliche Auge solche Darstellungen nicht als leuchtende Farbe wahrnimmt. Ein guter Kontrast zu intensiven Leuchtfarben kann durch den Einsatz von Schwarz als Druckfarbe und durch einen größeren weißen Hintergrundbereich erzielt werden. Durch den gezielten Einsatz von fluoreszierenden Farben als Eyecatcher entstehen auffällige und leuchtende Effekte, die sofort ins Auge fallen.

Wir empfehlen, die Anlage der Leuchtfarben in Ihren Dateien als Vektorebene vorzunehmen. Die Form kann quasi beliebig sein, Verläufe sind meist nicht möglich. Gerne sichten wir Ihre ersten Datei-Entwürfe und geben Feedback zur voraussichtlichen Wirkung und der technischen Validität der Druckdaten.

Beratung und Bemusterung

Wenn Sie ein Druckobjekt mit Leuchtfarben drucken möchten, kontaktieren Sie uns gerne mit Ihrem konkreten Anwendungsfall und/oder Design. Wir beraten und bemustern im Vorfeld, um die beste Lösung für Ihre Anforderungen zu finden. Unsere Experten stehen Ihnen zur Verfügung, um Sie bei der Auswahl der richtigen Leuchtfarben, Materialien und Drucktechniken zu unterstützen.

Wir freuen uns auf Ihren Auftrag und wünschen Ihnen viel Erfolg mit Ihren individuell gedruckten Leuchtfarbenprojekt!

INnUP SUPPORT

Wir freuen uns darauf, Ihnen bei Ihrem Druckvorhaben behilflich sein zu dürfen.

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